Lotte Cohn
Baumeisterin des Landes Israel

Ines Sonder

„Das wollten wir. Ein neues Land, und in ihm ein neues, besseres Leben, eine bessere menschliche Gesellschaft, keine Unterdrückung, keine sociale Ungerechtigkeit, keine Klassenunterschiede, eine freie, glückliche Jugend. Und mit diesem Wunschbild vor Augen gingen wir daran, unsere Welt zu formen.“ – Lotte Cohn

 

Daß sie Architektin werden würde – zu einer Zeit, als sich noch kaum jemand vorstellen konnte, sich von einer Frau ein Haus bauen zu lassen –, war Lotte Cohn, der späteren Doyenne der israelischen Architektur, nicht in die Wiege gelegt worden. Anders war es mit der familiären Mitgift des Zionismus. Eine antisemitische Verleumdungskampagne gegen ihren Vater, den Arzt Bernhard Cohn, hatte die ganze Berliner Großfamilie schon früh zu aktiven Anhängern Theodor Herzls werden lassen. Anfang der 1920er Jahre wanderte Lotte Cohn ins Land Israel ein – zu einer Zeit, als die große Mehrheit der deutschen Juden noch das politische Ziel einer „jüdischen Heimstätte“ in Palästina ablehnte.

Ines Sonder zeichnet den außergewöhnlichen Lebensweg Lotte Cohns aus dem zionistischen Milieu Berlins Anfang des 20. Jahrhunderts zur ersten Architektin im Land Israel nach.

2010, Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag, Berlin
240 Pages
German
ISBN 978-3-633-54238-3
EAN 9783633542383

  • Die erste Architektin im Land Israel, p. 9–12
  • „Wir Cohns“, p. 12–22
  • Der Magnes-Teller, p. 23–27
  • Studentin „Herr Charlotte Cohn“, p. 28–42
  • Kriegsintermezzo Ostpreußen, p. 43–48
  • Zwei Briefe, p. 49–58
  • Abschied und Ankunft, p. 59–63
  • Jerusalem, p. 64–75
  • Assistentin von Richard Kauffmann, p. 76–88
  • Unruhige Zeiten, p. 89–99
  • Pension Käte Dan, Tel Aviv, p. 100–103
  • „Zwillingsnest“ und Abarbanel Straße 28, Jerusalem, p. 104–113
  • Bauen für die Jeckes, p. 114–123
  • Julius Posener und das Haus Mendelsohn, p. 124–128
  • Jossi Bruck und das Büro Cohn & Lavie, p. 129–135
  • Das Richard-Kauffmann-Projekt, p. 136–144
  • „Das war Lotte Cohn ...“, p. 145–152
  • Lotte Cohn, Die zwanziger Jahre in Erez Israel – Ein Bilderbuch ohne Bilder, p. 153–209
  • Zeittafel, p. 210–211
  • Bauten und Projekte, p. 212–213
  • Dank, p. 214–215
  • Quellen, p. 216–218
  • Bildnachweis, p. 219
  • Verzeichnis der Siglen und Abkürzungen, p. 220
  • Anmerkungen, p. 221–234
  • Namenregister, p. 235–239